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Tipps zum Umgang mit dem Bauleiter

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Bild: © contrastwerkstatt - Fotolia.com

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Ein Haus zu bauen ist heute der Traum von vielen Familien. Natürlich gibt es bei einem solchen Projekt sehr viele Dinge zu bedenken. Man möchte das Haus so bauen, wie es den eigenen Vorstellungen entspricht, um den Traum auch richtig zu verwirklichen. Dann muss natürlich auch die Finanzierung geregelt werden. Wenn es dann soweit ist und der Bau endlich beginnt, sieht man sich während der Bauphase vielen technischen Problemen gegenüber, die oft schwer zu lösen sind, besonders wenn man nicht über die nötigen technischen Kenntnisse verfügt. Deshalb ist es in der Regel empfehlenswert auf eine Bauleitung zu vertrauen, die dem Bauherren bei allen technischen Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Dabei ist des die Idee, dass die Bauleitung alle Bauarbeiter auf der Baustelle auf die beste Weise koordiniert und dafür sorgt, dass der Bauablauf reibungslos von Statten geht. Der Bauleiter kann auch bei Eigenleistungen mit seinem fachlichen Rat gute Dienste leisten und versteht sich gewissermaßen als Mittelsmann zwischen dem Bauherrn und den Arbeitern. Doch oft gestaltet sich dieses Verhältnis nicht so problemlos, wie man sich das wünscht.

Für klare Verhältnisse sorgen

Um Probleme mit der Bauleaufsicht nach Möglichkeit zu vermeiden, sollte man vom ersten Moment an für klare Verhältnisse sorgen. Dazu ist es empfehlenswert, den Verantwortungsbereich des Bauleiters genau festzulegen. Das sollte in schriftlicher Form geschehen, so dass später keine Missverständnisse aufkommen können. Natürlich kann sich die Bauleitung in verschiedener Weise gestalten. Gibt man den Auftrag für einen schlüsselfertigen Rohbau an eine Firma ab, so stellt diese auch die Bauaufsicht und ist für sie verantwortlich. In diesem Falle sollte man Reklamationen sofort und in schriftlicher Form an die Firma richten. Man sollte dabei die Kommunikation immer nachvollziehbar und belegbar gestalten, so dass man in einem möglichen Streitfall Beweise anführen kann.

Hat man aber selbst Bauarbeiter beschäftigt, die von einer eigenen Bauaufsicht beaufsichtigt werden, so fällt die nötige Kommunikation direkt mit dieser Person an.

Auch der Bauleiter muss überwacht werden

Jeder Bauherr hat bestimmte Prioritäten. Dazu gehört natürlich eine qualitativ hochwertige Ausführung der anfallenden Arbeiten auf der Baustelle, aber auch eine termingerechte Fertigstellung. In der Bauphase ist Zeit Geld, den desto schneller man in das neue Haus einziehen kann, desto früher hört man auf, Miete zu zahlen. Natürlich möchte man außerdem spezielle Wünsche berücksichtigt wissen. Selbst wenn man als Bauherr eine Person beauftragt, den Bau zu leiten, die über eine große einschlägige Erfahrung verfügt, ist es doch trotzdem nötig, auch die Arbeit dieser Bauaufsicht regelmäßig zu überprüfen. So sollte man in der Familie eine bestimmte Person damit beauftragen, regelmäßig auf der Baustelle nach dem Rechten zu sehen. Es ist günstig, wenn es sich dabei immer um die selbe Person handelt. Auf diese Weise ist diese Person immer über den chronologischen Ablauf der Bauphasen informiert und kann auch ein gutes Arbeitsverhältnis mit dem Bauleiter schaffen. Ist man als Bauherr mehrmals in der Woche selbst auf der Baustelle, können oft viele Probleme vermieden werden, die später zu Streitigkeiten und Mängeln am Bau führen. Darum ist es für jeden Bauherren empfehlenswert, eine gute Zusammenarbeit mit der Bauaufsicht zu suchen und das Bauobjekt so oft wie möglich in Augenschein zu nehmen.

 Wenn es zum Rechtsstreit kommt

Immer häufiger kommt es zu Streitfällen mit der Bauaufsicht, die durch unkorrektes Ausführen bestimmter Arbeiten, oder durch langwierige Verzögerungen auf der Baustelle ausgelöst werden. Können diese Differenzen nicht zusammen mit den beauftragten Personen zur Zufriedenheit des Bauherren gelöst werden, so steht dem Bauherren der Rechtsweg offen. Es gibt heute viele Urteile von Kreisgerichten, Landgerichten und auch vom Bundesgerichtshof, die erweisen, dass die Bauaufsicht für viele auftretende Fehler verantwortlich gemacht werden kann. Bei einer Vielzahl von Mängeln kann der Bauherr gemäß §635 des BGB Schadensersatz einfordern. Bei gravierenden Mängel umfasst das sogar eine komplette Neuerstellung. Deshalb sollte sich der Bauherr keinesfalls mit Mängeln am Bau abfinden, sondern sein Recht vielmehr geltend machen. Deshalb ist es auch wichtig, Absprachen und Kommunikationen mit der Bauleitung schriftlich vorzunehmen. Somit können diese zur Beweisführung benutzt werden, was in vielen Fällen die Klage des Bauherren erleichtert. Bauleitern ist heute deshalb zu empfehlen, in ständiger Kommunikation mit dem Bauherrn zu bleiben und ihn über alle wichtigen Vorkommnisse auf der Baustelle zu informieren und desweiteren bei der Rechnungsprüfung und der technischen Abnahme mit großer Genauigkeit vorzugehen.

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